Überwasserkirche
Die im gotischen Stil gebaute, geschichtsträchtige Überwasserkirche liegt etwas versteckt ganz in der Nähe des Doms in der münsterschen Innenstadt. Dass sie sich einst außerhalb der Stadtmauern befand, vom Dom aus gesehen auf der anderen Seite der Aa bzw. „über dem Wasser“, verschaffte der Kirche ihren Namen. Sie wird zudem auch Liebfrauenkirche oder Liebfrauen-Überwasser genannt.
Die Überwasserkirche wurde 1040 das erste Mal geweiht, brannte jedoch mehrfach nieder. Aufgrund eine Inschrift am westlichen Portal der Kirchen weiß man, dass der Bau der heutigen Kirche um 1340 begann. Um 1363 begann man mit dem Bau des mächtigsten gotischen Kirchturms Westfalens, der jedoch 1535 von den Wiedertäufern zerstört wurde, um dort Kanonen zu postieren. Zudem rissen sie die Steinfiguren des Westportals heraus, welche man jedoch später aus der Kreuzschanze wieder ausgraben konnte und die nun im Landesmuseum zu begutachten sind. Der Turm wurde nach der Zeit der Wiedertäufer erneut aufgebaut, doch nachdem ein Orkan 1704 die Spitze erneut zerstörte, wurde auf diese verzichtet.
Als Münster im Laufe der Zweiten Krieges zu großen Teilen beschädigt wurde, blieb auch die Überwasserkirche nicht verschont, konnte jedoch später wieder aufgebaut werden. So wurden die Kirche seit 1968 in mehreren Schritten sowohl innen als auch außen restauriert und mit neuen Fenstern des Glasmalers Valentin Peter Feuerstein ausgestattet.
