Sankt-Servatii-Kirche
Die Sankt Servatii Kirche blickt auf ein stolzes Alter zurück, denn sie wurde bereits um das Jahr 1230 erbaut. Hintergrund des Baus der Kirche ist der, dass das Stadtgebiet Münsters im 12. Jahrhundert, besonders gen Süden und Osten, deutlich erweitert wurde. Im Zuge dieser Erweiterung wurde nicht nur die Pfarrei Sankt-Servatii, sondern auch Sankt Aegidi, Sankt Martini, Sankt Servatii und Sankt Ludgeri gegründet, die allesamt reine Stadtpfarreien wurden.
Im Vergleich mit den anderen mittelalterlichen Pfarrkirchen ist Sankt Servatii die kleinste, daher aber nicht weniger sehenswert. Mit ihren Stilelementen sowohl der Frühgotik als auch der Spätromanik stellt sie ein bemerkenswertes Beispiel mittelalterlicher Baukunst dar. Gebaut wurde sie dank diverser Kaufleute, die sie in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts bauen ließen und zur Pfarrkirche machten. Erst 1500 bekam die Kirche ihren offiziellem Chor. Architektonisch ist die Kirche hochinteressant, da ihr Grundriss zwar eine romanische Prägung deutlich macht, aber auch der Übergang zur Gotik im Gebäude deutlich wird. Betrachtet man andere frühe westfälische Hallenkirchen, wird deutlich, dass die Servatii-Kriche mit ihrer gestuften Halle und den abwechselnd auftretenden Pfeilern und Säulen eine Sonderform repräsentiert. Kenner bezeichnen die Servatii-Kirche als eine der schönsten in ganz Münster.
Betritt man das Innere des Baudenkmals, erblickt man einen beeindruckenden Flügelaltar, der aus der Zeit um 1500 stammt. Auch das Bodenniveau aus dem Mittelalter ist der Kirche geblieben, wodurch sie vergleichen mit umliegenden Gebäuden leicht eingesunken wirkt. Seit dem Jahr 1932 dient Sankt Servatii als Ort der Anbetung der Eucharistie.
