LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster, dessen Träger der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ist, ist das zentrale Kunstmuseum Westfalens. Die Grundlage für das heutige Museum wurde bereits im 19. Jahrhundert durch den Westfälischen Kunstverein und Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalen geschaffen. Seit 1908 befindet sich das Museum an seinem aktuellen Standort, am Domplatz im Zentrum Münsters.
1971 wurde das Gebäude zunächst durch einen Neubau erweitert, später wurde der Altbau in fast vier Jahren Arbeit komplett renoviert und 1999 wieder eröffnet. Der 2009 begonnene Abriss und Neubau des Erweiterungstraktes soll innerhalb von drei Jahren fertiggestellt werden, sodass das Museum 2013 neu eröffnet werden kann. Durch diese etwa 48 Millionen Euro teure Maßnahme soll die Ausstellungsfläche des Museums auf 7500 m² erweitert werden. Der Entwurf für den Neubau stammt von dem Berliner Architekten Volker Staab, der bereits Museen für Nürnburg und Schweinfurt entwarf und 2005 bei einem für dieses Projekt organisierten Wettbewerb gewann.
Aufgrund des Um- und Neubaus sind derzeit in der Dauerausstellung „Aufgemischt – Meisterwerke der Sammlung im Dialog“ nur etwa 50 der mehr als 500.000 Werke umfassenden Sammlung des Kunstmuseums zu sehen. Normalerweise bietet es jedoch eine ganze Bandbreite an Werken aus allen Epochen der Geschichte, angefangen beim Mittelalter, das einen Schwerpunkt der Sammlung ausmacht, über Renaissance, Barock und Romantik bis hin zur Moderne. Außerdem ist das Museum im Besitz eines Münzkabinetts und des Portätarchivs des Freiherrn Diepenbroicks.
