Sankt-Paulus-Dom
Der erstmals 805 erbaute St.-Paulus-Dom in Münster ist als Zentrum des Bistums das wichtigste Gotteshaus der Stadt und eines ihrer bedeutendsten Wahrzeichen. Im Laufe der Jahrhunderte musste der Dom noch zweimal neu gebaut werden. Nachdem der erste Dom, der nach der Weihe Liudgers zum Bischof errichtet wurde, niedergebrannt war, wurde Ende des 11. Jahrhunderts mit dem Beginn des zweiten Doms begonnen. 1225 fand die Grundsteinlegung für den heutigen Dom statt, der 1264 eingeweiht wurde. Im Laufe des Zweiten Weltkrieges wurde der Dom erneut fast gänzlich zerstört und musste von 1946 bis 1956 wiederaufgebaut werden.
Heute besticht das Bauwerk durch seine architektonische Gestaltung und die unterschiedlichen Zeugnisse der Bildhauer, Wand- und Glasmaler, Schmiede, Glockengießer und anderer. Der St.-Paulus-Dom dient als Aufbewahrungsort vieler Kunst- und Kulturgegenstände, die noch aus der Zeit seiner 1200jährigen Geschichte stammen. Darunter ist eine im 16. Jahrhundert angefertigte astronomische Uhr, die jeden Tag um 12 Uhr (an Sonn- und Feiertagen um 12.30 Uhr) die Besucher und Anwohner mit einem Glockenspiel erfreut. Bei einem Besuch der Domkammer, die 1981 errichtet wurde und eine der bedeutendsten Schatzkammern in ganz Europa ist, kann man außerdem sehr kostbare Zeugnisse der Goldschmiede- und Textilkunst betrachten.
