Haus Rüschhaus
Bekannt wurde Haus Rüschhaus vor den Toren Münsters durch die Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff, die hier Teile der „Judenbuche“ und Werke schrieb. Heute ist das Landhaus ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und für Touristen die eine Städtereise nach Münster unternehmen. Sehenswert ist insbesondere der Park, für den die akkurat geschnittenen und gepflegten Buchbaumhecken charakteristisch sind. Der Garten kann jederzeit besichtigt werden, während eine Begehung des Hauses nur innerhalb einer Führung von Frühjahr bis Herbst möglich ist.
Die Landresidenz Haus Rüschhaus liegt im münsterischen Stadtteil Nienberge. Die Pläne für das Gebäude wurden einst von Johann Conrad Schlaun erstellt, der das Landhaus im französischen Stil nach dessen Fertigstellung im Jahre 1748 auch selbst als Sommerhaus genutzt hat.
Das Anwesen ist von einem Wassergraben (in Westfalen auch Gräfte genannt) umgeben. Der Bauherr Schlaun wollte mit Haus Rüschhaus eine Kombination aus einem Bauernhof und einem hochwertigen Landgut schaffen, was ihm auch gelang. Unterstützung bei der Gestaltung des Landsitzes holte sich Schlaun bei einem Bildhauer namens Johann Manskirsch.
Die Familie Droste zu Hülshoff kaufte 1825 das Landhaus von Martin von Schonebeck, der es einst von der Familie Schlaun erhalten hatte. Der Freiherr Droste zu Hülshoff vererbte die Residenz nach seinem Tod seiner Tochter – Annette von Droste-Hülshoff, die das Anwesen bis 1846 gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrer Mutter bewohnte. Ende der Siebziger Jahre kaufte die Stadt Münster Haus Rüschhaus von der Familie und ermöglicht Besichtigungen.
